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Modellreihe 1   Modellreihe 2   Modellreihe 3   Modellreihe 6   Modellreihe P (P=Philipp) S-Bogen Herstellung

Zuerst wird aus einem Messing Blech ein konischer Blechstreifen geschnitten. Welche Masse dieser hat, wird durch den S-Bogen der daraus entsehen soll, bestimmt.

 

 

Dieser Blechstreifen wird um eine Stahlstange geformt und erhält so eine grobe rohrähnliche Form.

 

 

 

Jetzt werden die Kanten zusammengelötet und das Rohr wird auf einen Stahldorn gesteckt.

 

 



Der Stahldorn ist ein ganz spezielles und wichtiges Werkzeug, seine Form hat großen Einfluss auf die Klangeigenschaften des späteren S-Bogens.

 

 


Nun wird der Stahldorn mit dem darauf befindlichen Rohr durch eine Metallscheibe, die sich in einer extra dafür hergestellten Aufnahme befindet, gezogen. Das machen wir natürlich nicht von Hand, dafür haben wir eine ganz spezielle Maschine wie auf Bild 5) sichtbar.
Auf dem Bild 6) kann man diese Metallscheibe vor und nach dem Ziehvorgang sehen.
Nach dem Ziehvorgang liegt unser Rohr ganz fest am Stahldorn an und erhält so genau dessen Maße.

 

 

 

 

 

 

 

Dadurch, dass wir ja nur das Rohr brauchen ohne Stahldorn, ziehen wir den Dorn wieder mit einer Maschine aus unser Rohr.

 

 

 

Jetzt gießen wir unser Rohr mit einem niedrig schmelzenden Metall ein. Früher verwendeten die Instrumentenmacher unter anderem Blei zum eingießen, heute haben wir andere Metalle, die weniger gesundheitsschädlich sind und bei einer noch viel geringeren Temperatur schmelzen. Einige davon schmelzen sogar schon fast in der Hand. Heute werden jedoch nicht nur Metalle zum eingießen verwendet, von einigen Herstellern wissen wir, dass diese mit Eis oder Sand biegen.
Warum wir unsere Rohre vor dem Biegen mit Metall voll gießen müssen, zeigt der Strohhalmtest. Versuchen Sie mal einen Strohhalm zu biegen, der knickt dann natürlich ganz schnell ab. Würde man in den selben Strohhalm eine Messingstange stecken und dann biegen, würde der Strohhalm nicht knicken.

Nachdem das Metall im Rohr erstarrt und abgekühlt ist, können wir unser Rohr in einer Hand-Biegemaschine, die hier nicht gezeigt ist, in die Form biegen, dass unser Rohr jetzt schon ganz deutlich zeigt was für ein Bogen für welches Instrument es werden soll.
Nach dem Biegen hat so ein gebogenes Rohr natürlich noch allerhand Falten besonders im Bogeninnenbereich. Alle Falten, Kanten und sonstige Unebenheiten werden in Handarbeit mit speziellen Werkzeugen so bearbeitet das unser Rohr ganz glatt und wieder rund wird. Das ist ein wesentlicher Punkt bei der Herstellung eines handgearbeiteten S-Bogens, kommt es hier zu Unterschieden in der Verarbeitung und werden nicht alle Falten und Unebenheiten gut verarbeitet, würden die S-Bögen später alle unterschiedlich klingen, bestimmte hohe  Anforderungen an die S-Bögen würde man dann nicht stellen können.

Nachdem unser S-Bogen nun gut verarbeitet ist, wird der Metallkern in ihm wieder zum schmelzen gebracht und ausgegossen.
Nun wird unser S-Bogen auf die richtige Länge geschnitten und innen gründlich von allen Metallrückständen die noch vom Eingießen eventuell an der Bogeninnenwand haften, gesäubert. Das ist auch wieder ganz wichtig. Sollten sich nämlich noch Rückstände im Bogen später befinden, kommt es ebenfalls zu Problemen beim spielen.

Nun wird der Bogen geschliffen..........

 

 

 

 

.........und poliert...........

 

 

 


.........und nebenbei werden einige Kleinteile für unseren späteren S-Bogen hergestellt. Da wären zum einen die Akustik Power Streben und der Oktavklappenbügel die aus Messingdraht gebogen werden, wie auf Bild 11) sichtbar.

 

 

Die Oktavklappe mit Oktavklappenstütze wird von einem Guß Rohling in eine spezielle von uns entwickelte Oktavklappenmechanik verwandelt und ebenfalls poliert wartet sie nun darauf später auf den S-Bogen aufgelötet zu werden. Übrigens, die Oktavklappenmechanik und das Oktavklappen Design, wurden speziell von uns entwickelt.

 

 

 

 



Auf Bild 14) sehen Sie alle 13 Teile die wir brauchen um einen S-Bogen herstellen zu können. Wer sich jetzt die Mühe gemacht hat und hat nachgezählt, wird festellen das es nur 12 Teile sind, wir haben jedoch von den eigentlich 2 Akustik Power Streben nur eine abgebildet.
1. S-Bogen Kork
2. S-Bogen
3. Oktavklappen Loch
4. Oktavklappen Spitze
5. Oktavklappen Polster
6. Oktavklappen Achse
7. Oktavklappen Stütze
8. Oktavklappen Feder
9. Oktavklappen Federschraube
10. Oktavklappen Bügel
11. SST Power Akustik Strebe
12. S-Bogen Steckbuchse
 

Nun werden alle Teile auf den S-Bogen gelötet, der Bogen wird von Lötresten gesäubert, der S-Bogenkork und Oktavklappenpolster werden auf- beziehungsweise eingeklebt. Die Oktavklappenfeder wird an die Oktavklappe geschraubt und die komplette Oktavklappe wird auf unseren S-Bogen montiert. Auf Bild 15), ist der Bogen dann eigentlich fertig, wer will kann ihn noch vergolden versilbern, lackieren ect. lassen. Das allerdings hat immer Einfluss auf den Klangcharakter des Bogens und sollte vorher gut überlegt werden. Weil wir jedoch alles schon mal gemacht haben, wissen wir wie sich zum Beispiel Lack oder Silber etc. auf den Charakter auswirken und können so bestens vorab beraten.